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Jüdisches Museum

AdresseJüdisches Museum
U Staré školy 1
Praha 1 - Staré Męsto Prag
ÖffnungszeitenNov-Mär 9-16.30h; Apr-Okt 9-18h, Sa + an jüd. Feiertagen geschlossen
Telefon221 711 511
E-Mailoffice@jewishmuseum.cz
InternetHomepage

Das jüdische Museum ist in sechs verschiedene historische Ausstellungsorte aufgteilt (Alt-Neu-Synagoge gehört nicht dazu).

Maisel-Synagoge

In dem wunderschönen Gotteshaus im neo-gothischen Stil kann man sich über den ersten Teil der jüdische Geschichte in Böhmen und Mähren vom 10. bis zum 18. Jahrhundert informieren. Dargestellt werden die Anfänge erster jüdischer Siedler in Tschechien, aber auch Silber und andere Gegenstände, die für die Gottesdienste um 1700 benutzt wurden, sind zu sehen. Dokumente zeugen von der rechtlichen und sozialen Stellung der Juden im mittelalterlichen Staat, auch von Diskriminierung. Jüdische Gelehrte und ihre Schriften werden auf einer Seite der Synagoge geehrt, auf der anderen sind Drucke und Manuskripte ausgestellt. Aber nicht nur die jüdische Religion ist ein wichtiger Teil der Ausstellung, auch Alltag und Arbeit im Laufe der Zeit werden thematisiert (z.B. Goldschmiedekunst).
Maiselova 10
110 00 Prag 1
Tel.: 222 310 681

Spanische Synagoge

Die Spanische Synagoge ist schon durch die im maurischen Stil gestaltete Außenfassade ein Blickfang. Das Innere beeindruckt durch seine goldene Pracht. Orientalische Stuckornamente und Arabesken erinnern an das spanische Alhambra.
Die Synagoge entstand 1868 an der Stelle, an der sich wahrscheinlich im 11. Jahrhundert die erste jüdische Gemeinde byzantinischen Ursprungs ansiedelte. Hier entstand die womöglich älteste Prager Synagoge, die "Alte Schul".
Heute befindet sich hier der zweite Teil der Ausstellung zur jüdischen Geschichte. Ein Teil befasst sich mit der Emanizaption der jüdischen Gemeinden zur Zeit der Habsburgerherrschaft. Fotos und Dokumente thematisieren traditionelle jüdische Erziehung, Wissenschaft und Lehre.
Im zweiten Teil der Ausstellung wird die politische und wirtschaftliche Rolle der jüdischen Gemeinden in der Tschechoslowakei der Zwischenkriegszeit dargestellt.
Ein großer Teil befasst sich außerdem mit der Verfolgung der Juden zur Zeit der nationalsozialistischen Annektierungs Böhmens und Mährens im 2. Weltkrieg. Außerdem wird ein Ausblick auf das jüdische Leben in Tschechien in der Zeit nach dem Krieg bis heute gegeben.
Vezenská 1
110 00 Prag 1
Tel.: 224 819 464

Pinkas-Synagoge

In dem Gebäude am alten Friedhof befindet sich heute ein Denkmal für die 80 000 Opfer des Holocaust in Böhmen und Mähren. Die Namen und persönliche Daten sind auf die Wände der ehemaligen Synagoge gemalt.
Siroká 3
110 00 Prag 1
Tel.: 222 326 660

Alter Jüdischer Friedhof

Absolutes Muss bei einem Besuch des jüdischen Viertels Prags ist der Alte Jüdische Friedhof. Dieser wurde bereits im 15. Jahrhundert angelegt. Bis 1787 wurden hier noch Menschen beerdigt, die circa 12 000 Steine vermögen jedoch nur einen kleinen Eindruck über die Zahl der hier Begrabenen vermitteln. Der Friedhof wurde im Laufe der Zeit aus Platzmangel erweitert. Als auch das nicht mehr ausreichte, häufte man noch mehrere Schichten Erde über die alten Gräber. Bis zu 200 000 Gräber in neun Schichten soll es hier geben. Heute erstaunt der Anblick der vielen auf engstem Raum krumm und schief durcheinander stehenden Grabsteine. Der älteste Grabstein stammt übrigens aus dem Jahr 1439. Viele jüdische Persönlichkeiten, darunter Mathematiker, Astronomen, Prediger und Historiker sind hier begraben.
Siroká 3
110 00 Prag 1

Klausen-Synagoge

Am Eingang des Alten Jüdischen Friedhofs steht das eher unscheinbare Gebäude der Klausen-Synagoge. Sie war einst die größte Synagoge des Prager Ghettos.
Heute befindet sich hier der erste Teil der Ausstellung über jüdische Bräuche und Traditionen. Dabei steht die Synagoge als Ort religöser Feste im Mittelpunkt. Ausstellungsstücke informieren über die bar mizvah, das Beschneidungsritual, das Pesah-Fest aber auch ganz gewöhnliche Alltagssituationen und Feste (wie Geburt, Saabbath, Hochzeit usw.). Man wird auch mit den Grundlagen der jüdischen Religion vertraut gemacht, eine Thorarolle, sowie hebräische Gebetbücher und religiöse Gegenstände bilden einen weiteren Teil der Ausstellung.
U Starého hrbitova 3a
110 00 Prag 1
Tel.: 222 310 302

Zeremoniensaal

Der zweite Teil der Ausstellung befindet sich in dem Anfang des 20. Jahrhunderts im romanischen Stil errichteten Zeremoniensaal. Dieser Teil der Ausstellung befasst sich mit Krankheit und Tod. Dazu zählt auch eine Auswahl typischer Prager Leichenbilder, die rituelle Waschungen oder das Begräbnisritual zeigen. Außerdem widmet sich ein Teil den jüdischen Friedhöfen und der Begräbnisbruderschaft in Prag.
U Starého hrbitova 3a
110 00 Prag 1

Robert-Guttmann-Galerie

In der Galerie werden wechselnde Ausstellungen mit Kunstwerken jüdischer Künstler aus Tschechien des 19. und 20. Jahrhunderts oder auch historische jüdische Kunst gezeigt.
U Staré školy 3
110 00 Prag 1
Preis: 30 CZK, ermäßigt 15 CZK

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