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Vyšehrad

AdresseVyšehrad
V Pevnosti 159/5b
Praha 2 - Vysehrad Prag
ÖffnungszeitenApr-Okt. 9.30-18h, Nov-März 9.30-17h
Telefon241 410 352
E-Mailinfo@praha-vysehrad.cz
InternetHomepage

Hoch über den Strömen der Moldau auf einem Felsen trohnt die zweite mächtige Burg Prags. Der Legende nach sind die Wurzeln Prags und Tschechiens hier zu finden, da die Fürstentochter Libuse hier die ersten Herrscher der Premysliden eingesetzt haben soll. Belegt ist die Existenz der Burg seit dem 10. Jahrhundert, ein Jahrhundert später verlegte König Vratislav den Regierungssitz vom Hradschin hierher. Er ließ den St. Peter-und-Paul-Stift gründen und einen einen Palast sowie die St.-Martins-Rotunde bauen, heute das älteste erhaltene Baudenkmal Prags.

Nach der Rücksiedlung der tschechischen Herrscher im 12 Jahrhundert auf den Hradschin verfiel die Burg, bis Karl IV. umfangreiche Baumaßnahmen in Angriff nahm. Er baute die Burg in eine Festung um und modernisierte mehrere Gebäude im gothischen Stil.
Im 15. Jahrhundert wurde der Komplex waährend Hussitenkriege weitgehend zerstört. Im 17. Jahrhundert in Barocktradition erneuert, war er lange Zeit Militärstandort.
Zwei Jahrhunderte später kam es zu einem erneuten Umbau: der Friedhof wurde zu einem Ehrenfriedhof umgestaltet, auf dem heute einige bekannte tschechische Persönlichkeiten wie Bedrich Smetana und Antonin Dvorák begraben sind. Auch die St. Peter-und-Paul-Kirche wurde im neugotischen Stil modernisiert.

St. Peter und Paul

Ihre fast 1000jährige Geschichte kann die weithin sichtbare Kirche nicht hinter der neogothsichen Fassade verbergen. Romanische Mauern und der Steinsarkopharg deuten auf die Anfangszeit des Gebäudes hin. Die Seitenschiffe mit den Kapellen sind aus der Zeit Karls IV., ebenso wie das Marien-Tafelbild. Der Glockenturm ist aus der Barockzeit. Die beiden charakteristischen Türme und der größte Teil des Interieurs sind erst im letzten Jahrhundert hinzugefügt worden. Im Anschluss lohnt sich ein Spaziergang über den Friedhof zum Slavin, die Ehrengruft.
Mi-Mo 9-12h und 13-17h, Di geschl., Eintritt 10 CZK, ermäßigt 5 CZK.

Sonstiges

Bei einem Spaziergang über das Festungsgelände stößt man an jeder Ecke auf geschichtsträchtige Mauern, Gebäude und Tore.
Nimmt man den Eingang aus Süd-Osten durch das Tabortor, kommt man zum Informationszentrum, das in den Überresten des Spitzen Tors untergebracht ist und kann sich dort erstmal mit einer Übersichtskarte eindecken, was bei der Größe des Geländes zu empfehlen ist.

Weiter geht der Weg durch das schöne Leopoldstor zur St. Martins-Rotunde, dem ältesten Gebäude Prags. Folgt man dem Weg weiter geradeaus, kommt man zur Kapelle der Jungfrau Maria an den Schanzen. Der Weg führt weiter zum Ziegeltor, in dem Ausstellungen gezeigt werden und wo sich der Eingang zu den 1 km langen Kassematten befindet. 30 CZK kosten Eintritt und Führung durch den Untergrund, wo u.a. die original Heiligenskulpturen der Karlsbrücke stehen.

Folgt man aber dem Weg links, gelangt man zur St. Peter und Pauls-Kirche. Des Weiteren finden sich noch einige kirchliche Verwaltungsgebäude und Überreste historischer Gebäude wie dem gothischen Palais oder der St. Lorenz-Basilika.
Auf jeden Fall sollte man sich nicht den Blick über die Moldau auf die Prager Burg und die Kleinseite entgehen lassen.

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